Ausgabe Januar 2018 | 30. Januar 2018 | SHD . TechnologyAlle Beiträge dieser Kategorie anzeigen | Alle Beiträge anzeigen von
Christian Müller
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IT-Trends und Technologien 2018



Was kommt im Jahr 2018 auf die IT-Branche zu? Welche neuen Technologien werden das Rennen machen? Und was bedeutet dies für die IT?

Zwischen den Trends gibt es eine starke Verbindung, gerade für den Bereich IT Security.

IT Security

Am 25.05.2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundvorordnung in Kraft. Diese soll den Datenschutz stärken und auf der EU-Ebene vereinheitlichen. Hierbei werden geeignete technische und organisatorische Maßnahmen von den Unternehmen verlangt, um persönliche Daten zu schützen. Diese fordert Sicherheitsmaßnahmen nach „dem Stand der Technik“ und droht mit empfindlichen Geldbußen. Aber auch klassische Sicherheitsthemen wie die Abwehr von Schadsoftware und Angriffen werden weiterhin Unternehmen beschäftigen. So ist abzusehen, dass Ransomware noch ausgeklügelter wird, z.B. durch Selbstverbreitung im Netzwerk des Opfers. Aber auch Schwachstellen in Standardsoftware werden die IT beschäftigen. Für die Abwehr werden Techniken zur Erkennung von Anomalien, Verhaltensanalysen und Auswertung von Log-Daten eine zunehmende Rolle spielen. Um die steigenden Aufgaben zu bewältigen, werden Unternehmen einige Aufgaben auslagern. Hierbei spricht man von Managed Security Services (MSS), wobei diese keinem einheitlichen Standard unterliegen und es sich um auf den Kunden individualisierte, Dienstleistungen handelt.

IT Infrastrukturen & Cloud

In einigen Branchen ist mit immer mehr Dynamik und schnelleren Projektdurchlaufzeiten zu rechnen, dies setzt flexiblere Bereitstellungmodelle in der IT voraus, die einen möglichst hohen Automatisierungsgrad verlangen. Um dies zu erreichen, setzen die Hersteller mit ihren neuen Produkten auf einen höheren Standardisierungsgrad. Vertreter hierfür sind z.B. VMware mit „Cloud Foundation“ und Microsoft mit „Storage Space Direct“ und dem neuen Rolling Release des Windows Servers. Diese sollen, glaubt man den Herstellern, eine ideale Basis für hybride Infrastrukturen mit zusätzlichen Ressourcen in der Public Cloud bieten. Eines ist im Infrastrukturbereich sicher: Die Anforderungen an die Netzwerke werden weiter steigen und auch deren Absicherung wird zunehmend komplexer, um Angreifern in Zukunft die Stirn zu bieten. Dies ist unabhängig davon, ob die Workloads weiterhin On Premise beim Kunden oder in der Public Cloud laufen. Im Mittelstand und der Öffentlichen Hand wird weiterhin die Infrastruktur vor Ort dominieren. Eine Ausnahme stellen hier, seit je her, Webapplikationen dar. Speziell wenn Skalierung, dynamische Anpassbarkeit und Verfügbarkeit eine Rolle spielen, sind hier Public Cloud Services klar im Vorteil.

Edge Computing

Hierbei geht es um die Verlagerung von Rechenressourcen und Funktionen aus dem Rechenzentrum zum Rande des Netzwerkes, dem sogenannten Edge. Ziel ist die Einsparung von Bandbreiten und die Erhöhung der Sicherheit. Dies wird erreicht, da Daten bereits innerhalb einer Sicherheitszone verarbeitet werden können. Dieses Architekturkonzept findet z.B. für Lösungen im Bereich des „Internet der Dinge“ (IoT) Anwendung.

Digitalisierung

Die Unterstützung von Computern nimmt in immer mehr Lebensbereichen zu. Vorhandene Prozesse werden digitalisiert, mit dem Ziel einer Vereinfachung und Beschleunigung der Wertschöpfung. Auch hier wird das Internet der Dinge eine wichtige Rolle einnehmen. Angefangen von der Überwachung von Produktionssystemen, über die Optimierung von Wartungszyklen bis hin zu vernetzten Systemen werden immer mehr IT-gestützte Systeme Einzug in die Wertschöpfungsketten der Unternehmen halten.

Personalgewinnung

Lange Zeit galt knappes Personal als Erfolgsfaktor. Doch mittlerweile haben die Unternehmen ihre Mannschaften derart zusammengeschrumpft, dass ein paar kranke Mitarbeiter oder ungeplante Zusatzaufträge sie ins Straucheln bringen können. Mittlerweile lassen sich für viele Jobs kurzfristig keine zusätzlichen Kräfte mehr finden. Der Fachkräftemangel zeigt sich erstmals offensichtlich und bringt die Strategie der knappen Ressourcen vieler Unternehmen ins Wanken. So wird die Gewinnung neuer Mitarbeiter eine zentralere Rolle einnehmen. Neue Arbeitskonzepte zur Mitarbeitergewinnung werden neue Anforderungen an die IT-Landschaft mit sich ziehen. Durch die geringe Personaldecke der meisten IT-Abteilungen werden mehr Leistungen durch externe Anbieter mit entsprechender Spezialisierung realisiert.

Fazit

Für die IT-Abteilungen hat sich trotz ständig neuer Technologien und neuer Herausforderungen durch die Digitalisierung eigentlich gar nicht so viel verändert: Die Hauptaufgabe ist nach wie vor, zuverlässige IT-Systeme zur Verfügung zu stellen. Was sich verändert, ist die Art und Weise, wie diese zur Verfügung gestellt werden können.

Sie haben Fragen zu einem der Themen? Kontaktieren Sie uns! Wir interessieren uns auch für Ihre Trends. Hierzu wird SHD Anfang 2018 eine Onlineumfrage der Kunden durchführen. Eine Auswertung folgt in einer der nächsten Ausgaben.

 

Christian Müller
Autor:
Christian Müller | Technology Consultant
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