Ausgabe September 2022 | 16. September 2022 | SHD . TechnologyAlle Beiträge dieser Kategorie anzeigen | Alle Beiträge anzeigen von
SHD Geschäftsführung
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Globale Herausforderungen – flexible Lösungen



Unsere Branche war schon immer geprägt von kurzen Innovationszyklen – daher sind wir es gewohnt, schnell und flexibel zu agieren. Aber die Rahmenbedingungen seit Ende 2020 sind im Ausmaß und Dauer durchaus neu und herausfordernd: anhaltende Shutdowns im asiatischen Raum, heruntergefahrene Halbleiterfabriken, Krieg in der Ukraine. Das alles führt im globalen IT-Markt zu einer äußerst angespannten Liefersituation. Wir möchten mit unserer Einschätzung einen kurzen Überblick zur Marktsituation geben und zeigen, wie Sie SHD dabei unterstützen kann, die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zu reduzieren.

Hintergründe für die aktuelle Liefersituation

Einer der Gründe für die anhaltenden Lieferverzögerungen sind nach wie vor die coronabedingten Lockdowns und Einschränkungen im asiatischen Raum. Dazu zählt auch der Hafen von Shanghai, über den ein erheblicher Teil der weltweit produzierten Chips sowie von uns vertriebene Produkte verschifft werden. Halbleiterfabriken waren über mehrere Monate heruntergefahren und neue, strengere Gesundheitsvorschriften erschweren den Im- und Export via LKW. Wenn dann doch Waren in geballter Menge in unserer Region eintreffen, kommt es zu einem Rückstau in den europäischen Häfen, der natürlich ebenfalls zu erheblichen Verzögerungen führt.

Neben der allgemein bekannten Chipkrise leiden außerdem gerade speziell Zulieferer und Rohstoffproduzenten unter den Auswirkungen des „Bullwhip-Effekts“, bei dem eine kurzzeitig erhöhte Endkundennachfrage zu erhöhten Bestellmengen in der Lieferkette führt und diese dann im Mangel von Vorprodukten mündet.

Die fortlaufende Krise in der Ukraine hat wiederrum zu neuen Engpässen geführt. Mehr als 50% des weltweit produzierten Neon-Gases kommt aus der Ukraine – einem Gas, welches für die Halbleiterherstellung unabdingbar ist. Des Weiteren verursacht die kriegsbedingte Sperrung des Schwarzen Meeres auch hier einen Warenrückstau, was weitere Verzögerungen in der Supply Chain nach sich zieht. Zusätzlich hat der Krieg auch allgemeine negative Auswirkungen auf den Landverkehr im Logistikbereich. Dort hat sich der ohnehin bestehende Mangel an LKW-Fahrern durch das in der Ukraine ausgerufene Kriegsrecht weiter verschärft. Und obendrein sind Pegel der Flüsse aufgrund des trockenen Sommers gesunken und haben damit die Binnenschifffahrt ausgebremst.

Die problematischen Marktbedingungen sind leider keine Momentaufnahme, sondern werden uns vermutlich die nächsten 2 Jahre beschäftigen. Ein wenig Licht an Horizont zeigt sich laut Analysten seit August 2022: Die Chipnachfrage sinkt leicht aufgrund der auslaufenden Prämie für Elektroautos.

Was bedeutet das für unsere Zusammenarbeit?

Die aktuelle Lage im Weltmarkt führt dazu, dass für zahlreiche Hardware-Komponenten nur langfristige oder sogar gar keine Liefertermine benannt werden können. Das macht es für uns extrem schwer, Projekte verlässlich zu planen. Wir halten unsere Kunden über Terminverschiebungen auf dem Laufenden und veranlassen in Absprache Teillieferungen. Das ist notwendig, da die Lager bei Hersteller, Distribution und auch SHD mit Teilkomponenten überfüllt sind. SHD hat aus diesem Grund bereits Außenlager angemietet. Unsere Möglichkeiten, unfertige Waren einzulagern und auch vorzufinanzieren, sind aber seit Beginn des Sommers erschöpft. Glücklicherweise gelingt es uns in den meisten Fällen, mit unseren Kunden akzeptable Lösungen für alle Seiten zu finden. Dafür sind wir dankbar, denn letztlich können wir die aktuelle Krise nur gemeinsam meistern.

Darüber hinaus kennt die Preisentwicklung nur eine Richtung: steil nach oben. Oftmals geht es nicht mehr darum, welcher Preis gezahlt wird, sondern dass überhaupt Ware geliefert werden kann. Das Risiko für Kosten- und Zeitverschiebung müssen wir als IT-Dienstleister gemeinsam mit unseren Auftraggebern stemmen. Der anhaltende Fachkräftemangel und der damit einhergehende „war for talents“ verschärft die Situation ebenfalls.

Wie gehen wir als SHD mit Lieferengpässen um?

Zur Bewertung der Situation haben wir innerhalb von SHD eine Task Force gegründet: Experten aus den Bereichen Einkauf, Finanzen und Technische Consultants suchen nach alternativen Lieferquellen, neuen Strategien und passenden Konzepten für unsere Kunden. Einen Teil der Lösung für ausgewählte Services kann vorübergehend auch der Weg in die Cloud sein. SHD-Experte Alexander Lippold hat hierzu einen Fachartikel für Sie vorbereitet. Darüber hinaus nutzen wir die gebündelte Kraft unseres Netzwerkes der Computer Compass Gruppe, um den Kontakt zu Herstellern und Distribution zu intensivieren und unsere Einkaufsmacht zu stärken.

Wie können wir Sie bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben unterstützen?

Zum einen informieren wir in den einzelnen Projekten alle Beteiligten transparent über den aktuellen Status und eventuell mögliche Alternativen. Zum anderen ist es wichtig, für geplante Projekte sehr frühzeitig die IT-Komponenten zu bestellen. Vorausschauendes Handeln und Planen ist daher essentiell. Wir sind gern für Sie da, wenden Sie sich bitte an Ihren SHD-Ansprechpartner.

 

Autor:
SHD Geschäftsführung | Dr. Falk Ambos, Marco Graef, Dr. Frank Karow
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