Ausgabe April 2019 | 4. April 2019 | SHD . TechnologyAlle Beiträge dieser Kategorie anzeigen | Alle Beiträge anzeigen von
Alexander Lippold
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Julia Garten
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Ist Ihre IT gerüstet für die Anforderungen von morgen?

Der IT- & Service-Check als Wegweiser für Ihre IT-Strategie



In vielen Unternehmen wird die gewachsene IT-Landschaft den Anforderungen des täglichen Geschäfts nicht immer voll gerecht. So sind z.B. Maßnahmen zur Wiederverfügbarkeit von Kernapplikationen und wichtige Prozesse ineffizient umgesetzt oder die gesamte IT-Infrastruktur ist nur unzureichend gegen Angriffe und Ausfälle geschützt. Aber gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung wird die Rolle der IT in Unternehmen immer wichtiger. Der IT- & Service-Check ist ein guter Wegweiser, um Ihre IT flexibel und wandlungsfähig zu gestalten. Erfahren Sie in einem Interview mit Herrn Alexander Lippold, IT-Consultant bei SHD, vor welchen Herausforderungen die IT in Unternehmen derzeit steht, wie Sie den IT-Reifegrad nachhaltig verbessern können und welche Vorteile ein IT- & Service-Check für ein Unternehmen bringen kann.

Herr Lippold, was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Schwachstellen bzw. Defizite der IT in Unternehmen?

Ganz besonders gravierend ist der Mangel an qualifiziertem IT-Personal zur Bewältigung von zukunftsfähigen Anforderungen der IT. Dadurch laufen in vielen Unternehmen die IT-Services nicht zuverlässig, Sicherheitslücken müssen „notdürftig“ geschlossen werden, parallel entsteht natürlich Angst vor Datenverlust. Auch Prozesse können ins Stocken geraten oder sind nicht ausreichend etabliert. Das hat dann eine Auswirkung auf das gesamte Unternehmen. Oft fehlt auch einfach das Bewusstsein, IT innovativ zu gestalten, statt sie in ihren Funktionalitäten einfach zu „bewahren“.

Es ist also notwendig, dass die IT, der eine immer wichtigere Rolle zu Teil wird, nicht nur innovativer gestaltet wird, sondern auch, dass ein Umdenken in den Köpfen zur Rolle der IT stattfindet. Wie nehmen Sie diese Herausforderung beim Kunden wahr?

Ja, das ist richtig. Gerade viele Geschäftsführer – mit dem Blick auf das gesamte Unternehmen – spüren, dass ein Umdenken in der IT notwendig ist. Die IT-Struktur muss deutlich wandlungsfähiger werden, aber das geht oft nicht ohne fremde Hilfe. Unternehmen stellen zunehmend Überlegungen an, was outgesourct werden kann und soll, um sich den wirklich wichtigen Kernprozessen im Unternehmen widmen zu können. Die Entscheidung für „buy“ von externen Services fällt heute deutlich leichter, als noch vor ein paar Jahren. Jedoch gibt es immer noch sehr viele Unternehmen, die sich als „Bewahrer“ Ihrer IT-Infrastruktur sehen und sich zu wenig Gedanken machen, wie Ihre IT in den nächsten 5 Jahren aussehen soll. Aktuellen Studien zufolge, fließen fast 50 % des IT-Budgets in Wartung und Pflege der IT, Innovationen bleiben mit nur 8 % des Budgets eher auf der Strecke. In vielen Köpfen ist nach wie vor verankert: „Die IT muss einfach nur funktionieren“

Nun stellen wir uns vor, Sie sind im Gespräch mit einem Kunden, der offen für Veränderungspotenziale in der IT ist. Wie gehen Sie in einem solchen Gespräch vor? Wo setzen Sie die Schwerpunkte und auf welche Dinge achten Sie besonders?

Wichtig und entscheidend sind mehrere Dinge gleichermaßen: die Erwartungshaltung des Kunden, ein intensiver Vertrauensaufbau zwischen dem Kunden und SHD sowie eine objektive, zunächst ergebnisoffene IST-Analyse der IT. In letzterer geht es darum, einen aktuellen Überblick zu erhalten, Schwachstellen in der IT zu identifizieren, fehlende bzw. nicht einheitliche Prozesse beim Kunden zu benennen und geschäftliche Anwendungen zu hinterfragen. All das läuft im Rahmen einer strukturierten Vorgehensweise ab, die zunächst die Basis bzw. den Status quo der vorhandenen Geschäfts- bzw. IT-Architektur bildet. Am Ende erhält der Kunde eine Art Landkarte, die einen Überblick über seine wichtigsten Business Services und deren Schwachstellen gibt. Dabei werden über Werkzeuge wie der „Business Model Canvas“ auch Themen wie die Mitbewerbersituation, Werteversprechen und Kernbereiche des Unternehmens gemeinsam diskutiert.

Es geht im Kern also um eine strategische Auseinandersetzung und auch darum, ein gemeinsames Gefühl zwischen dem Kunden und SHD entstehen zu lassen, welches die spätere Basis für unsere Zusammenarbeit bildet. Dabei ist vor allem Vertrauen ein ganz wesentlicher Aspekt. Gemeinsam mit dem Kunden schauen wir, was er zukünftig braucht und wo die Reise hingehen soll, d.h. wir diskutieren am Ende gemeinsam eine Sourcing-Strategie, angelegt für die nächsten 5 Jahre.

Was passiert aber, wenn Kunden weniger offen für Veränderungen sind? Gerade die von Ihnen erwähnten Prozesse, die nicht einheitlich vorhanden sind, haben ja Auswirkungen auf das Unternehmen in seiner Gesamtheit.

Ganz oft stellen wir fest, dass in einer Vielzahl an Unternehmen ITSM-Prozesse sind nicht gut abgebildet sind oder komplett fehlen. Dadurch wird natürlich Ineffizienz gefördert, ggf. auch doppelte Arbeit gefördert. Der Fokus auf die Kerngeschäftsprozesse geht oftmals verloren, das Unternehmen in seiner Gesamtheit kann ohne eine funktionierende IT nicht am Markt bestehen, es kann zu sinkenden Umsatzzahlen kommen. Da zeigt sich, wie wichtig die IT ist.

Wenn sich der Kunde für einen IT- & Service-Check entscheidet, welchen klaren Vorteil hat er dann aus Ihrer Sicht, Herr Lippold?

SHD steht in erster Linie zur Seite, den aktuellen IT-Reifegrad zu ermitteln und Maßnahmen für die schrittweise Erreichung des Wunsch-IT-Reifegrades zu benennen und zu begleiten. Damit wird und bleibt die IT und somit auch das gesamte Unternehmen zukunftsfähig. Außerdem erhält der Kunde Tipps zur Optimierung seiner IT-Organisation und zur Entlastung des bestehenden IT-Personals.

Das heißt, der IT- & Service-Check ist Basis und Erfolgsfaktor für eine gelungene Digitalisierungsstrategie im Unternehmen?

Ganz klar: Ja! Die IT wird zu einer Zukunftsfrage und entscheidet, welche Unternehmen am Markt bestehen und welche nicht. Statt alte Strukturen in der IT zu bewahren, geht es nun zunehmend um innovative Denkansätze. Die IT muss den Anforderungen an die Digitalisierung zeitgemäß begegnen. In dem Sinne ist der IT- & Service-Check, der die Kernprozesse im Unternehmen betrachtet und Vorschläge zur Prozessoptimierung entsprechend der Unternehmensstrategie macht, ein wichtiger Baustein der Digitalisierungsstrategie.

Welche entscheidenden Vorteile bringt ein solcher IT- & Service-Check für die IT-Abteilung?

Vor allem erhöht sich die Relevanz der IT und der Wertbeitrag für das gesamte Geschäft. Wir geben darüber hinaus individuelle Empfehlungen, welche Prozesse und Services intern oder extern erbracht werden können und Hinweise zur Optimierung der IT-Landschaft. Dies geschieht unter Ausschöpfung aktueller technologischer Möglichkeiten für die IT-Prozesse. Das Unternehmen und die IT erhalten mehr Zeit für Innovationen dadurch, dass „lästige“ IT-Aufgaben optimiert wurden. Innerhalb des Unternehmens werden auch Schulungsaufwände gesenkt.

Und nun in seiner Gesamtheit betrachtet: Welche Vorteile bietet der IT- & Service-Check Geschäftsführern?

Indem wir Schwachstellen identifizieren, sichern wir wichtige Kern­applikationen im Unternehmen ab. Wir erarbeiten eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftige IT-Strategie und können damit oftmals den Innovationsgrad des Unternehmens erhöhen. Der IT- & Service-Check ist auch eine gute Basis für zielgerichtete Investitionen und wertbeitragssteigernde Services zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen. Parallel betrachten wir die Kernprozesse und erbringen Vorschläge zur Prozessoptimierung entsprechend der Unternehmensstrategie. Das Unternehmen profitiert auch davon, dass die IT-Abteilung entlastet wird. Summa summarum: Wir erarbeiten eine Handlungsempfehlung für die Geschäftsleitung, die transparent und zunächst ergebnisoffen eine gute Entscheidungsgrundlage für die Unternehmensstrategie bildet.

Angenommen ein Unternehmen entspricht nicht Ihrem „Zielkundenfokus“ oder ein Kunde hat ganz spezielle Anforderungen – wie reagieren Sie?

Das ist kein Problem! Bei speziellen Kundenanforderungen außerhalb des SHD-Leistungsportfolios arbeiten wir mit bestehenden Kundenlieferanten und weiteren erfahrenen Partnern zusammen. Insbesondere die Compass-Gruppe sei hier erwähnt – ein bundesweiter Firmenverbund, der aus über 40 Unternehmen besteht und in dem SHD seit vielen Jahren Mitgesellschafter ist. Für besondere Herausforderungen oder spezielle Kundenanforderungen sind wir also bestens aufgestellt.

Nach der erfolgreichen Ist-Aufnahme und Analyse beim Kunden – was kommt dann? Welche Möglichkeiten der Umsetzung der oben erwähnten IT-Strategie bietet sich dem Kunden?

Nach der Analyse liefern wir auf Wunsch einen Vorschlag zu einer nachhaltigen IT-Strategie mit mehreren Handlungsoptionen inkl. Zeit- und Budgetabschätzung. Das Ergebnis ist individuell sehr verschieden und es gibt nicht den einen goldenen Weg. Je nach Unternehmen eröffnen sich vier potenzielle Möglichkeiten: Das ist der Weg für den Kunden in die Public Cloud, der IT-Betrieb am Kundenstandort (On Premises), das SHD-Datacenter oder eine Mischung der Betriebsarten in einem Hybrid- bzw. Multi Cloud Modell.

Wenn Sie einmal in die Zukunft schauen, was würden Sie sich beim IT- & Service-Check noch wünschen, Herr Lippold?

Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Kunden die Chance der staatlichen Förderung in Höhe von 2.400 EUR in Anspruch nehmen und wir dadurch noch mehr innovative Strategien mit dem Kunden entwickeln können.

Ihr Ansprechpartner bei SHD: Alexander Lippold

Kontakt für Förderung durch RKW Sachsen:
info@rkw-sachsen.de / www.rkw-sachsen.de

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Alexander Lippold
Autor:
Alexander Lippold | Sales Consultant Professional Service
Website:
Julia Garten
Autor:
Julia Garten | Marketing
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