Ausgabe November 2019 | 25. November 2019 | SHD . TechnologyAlle Beiträge dieser Kategorie anzeigen | Alle Beiträge anzeigen von
Stefan Borstel
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KI von heute für das ITSM von morgen



SHD hat auf Basis der CMDB von i-doit ein Add-on für die Vereinfachung von Inventarisierung, IT-Services und Netzwerkmanagement vorgestellt. Das Modul soll Bilderkennung auf dem Smartphone und eine zentrale KI für die treffsichere Erkennung von Items und deren Verknüpfungen verbinden. Um der KI möglichst schnell eindeutiges Erkennen von Items beizubringen, ruft SHD alle Administratoren zur Kooperation auf und verspricht wertvolle Gewinne.

Für die Sicherstellung eines zuverlässigen IT-Betriebs ist heutzutage für Administratoren jedes Mittel recht. Unternehmen können sicher sein, dass in ihrer IT-Abteilung heute Fachleute sitzen, die im ständigen Austausch mit engagierten Fachkollegen und mit Vertretern neuester Technologie stehen. Schließlich ist der IT- und Netzwerkadministrator heute einer, der neben Technik und Tools auch aktuelle Trends und Methoden im Blick hat, mit denen er seine Abläufe im IT-Betrieb verbessern, vereinfachen und damit Zeit sparen kann.

Besondere Eigenschaft solcher IT-Experten ist ein Gespür für Technologie, die sich heute erst als Silberstreifen am Horizont abzeichnet, aber das Zeug hat, den Einsatz von und den Umgang mit IT zu revolutionieren. Genau diese Offenheit für neue Methoden spricht jetzt SHD mit einem innovativen Ansatz für das Systemmanagement von Morgen an.

Neuartige Aufgabenverteilung


„SM-VIEW MOBILE“
ist ein Modul für das einfache Erkennen und Zuordnen von Items. Hierfür kommen KI, Mobilfunktechnik und Sharing in einer neuartigen Aufgabenverteilung zum Einsatz. SHD stellt die KI in Form eines selbstlernenden neuronalen Netzes zur Verfügung und nutzt eine spezielle on-premise-Funktionalität von Smartphones für den einfachen Upload von Konfigurations-Items.

Anwender sind aufgefordert, die KI mit Item-Eigenschaften anzufüttern. Sicher ist, dass sensible Daten auf dem Unternehmens-Smartphone bleiben. Hierfür machen sich die SHD-Entwickler die Kamerafunktion von Apple-OS zunutze. Administratoren sind eingeladen, ihren Sharing-Anteil beizusteuern. Je mehr Input die KI über den sicheren Kanal bekommt, desto größer ist der spätere Nutzen des Moduls und der dahinter steckenden Idee. Zitat Thomas Wittek, Leiter der Softwareentwicklung bei der SHD: „Jetzt können Administratoren mal zeigen, was geballter Innovationswille wirklich leisten kann. Mit dieser Lösung ist es möglich, sig­nifikante Verbesserungen in Prozessen wie Inventarisierung zu erreichen. Das erspart wertvolle Arbeitszeit.“

Wie das System arbeitet

 

Durch das Zusammenspiel von GPS-Sensoren und kamerabasierter Lokalisierung im Smartphone kann das Modul die Position des Gerätes auf den Zentimeter genau bestimmen. Mit den hochmodernen Kamerasystemen aktueller Smartphones ist es möglich, Objekte mit einer Trefferquote von 1:1.000.000 zu erkennen. Performance-Chips wie beispielsweise der A12 Bionic von Apple erlauben es, 5 Billionen Operationen pro Sekunde auszuführen. Das sind perfekte Bedingungen für Machine Learning!

Aus Datenschutzsicht ist es wichtig, dass die Objekterkennung und Ortsbestimmung komplett lokal auf den Geräten laufen. Damit bleiben geografische Daten und Bildinformationen „vor Ort“. Einzig die für das Training der KI notwendigen Eckdaten des Gerätetyps gehen an den Server von SHD und werden vor dem Upload noch auf den mobilen Geräten vollständig anonymisiert.

Ist die KI fit genug, lassen sich Inventuren zeitsparender durchführen. Des Weiteren können Mitarbeiter via Scan mittels Smartphone nicht funktionsfähigen Druckern blitzschnell ein Incident-Ticket verpassen, oder mit der App die Service-Historie dieses Druckers darstellen lassen, sowie Service-Technikern wichtige Infos für eine schnelle Reparatur liefern. Es wird dann auch möglich sein, Netzwerkverbindungen per Scan aufzulösen: Switche erkennen, Ports anwählen, netzwerkseitige Anbindungen trennen – voila!

Was Administratoren davon halten

 

Für Alexander Meyer, Spezialist IT-Sicherheit bei der magellan netzwerke GmbH in Hamburg, ist der Ansatz, Mobile Devices stärker und einfacher im Bereich der IT Dokumentation nutzbar zu machen, überaus interessant und im Endeffekt auch die logische Entwicklung. Für ihn wandern IT-Usecases schon seit längerer Zeit mehr und mehr weg von stationären hin zu mobilen und damit überall verfügbaren Endgeräten.

Vereinfachungen in der Datenerhebung, aber auch neue Ansätze in der Nutzbarmachung der erhobenen Daten könnten zudem helfen, Motivation und Akzeptanz für das oft ungeliebte Kind ‚IT-Dokumentation‘ zu verbessern. Konkrete Vorteile aus seiner Position sieht Meyer im Netzwerk und im RZ-Bereich: Netzwerkdokumentation immer zur Hand, kein langes Suchen mehr nach Belegung von Switchports, sowie Vereinfachung der Kabelnachverfolgung.

Sicherheit hat Vorrang

 

Prinzipiell ist der Schwarm-Ansatz für Meyer gut und logisch. Wenn jemand Ideen habe, müsse er das durch eine User-Community beurteilen lassen. Seiner Meinung nach kann man nur durch die Gemeinschaft adäquate Datenmengen erheben und KI´s entsprechend trainieren. Ziel muss es jedoch sein, Informationssicherheit jederzeit zu gewährleisten. Daher ist die erste Frage immer, “Welche Daten werden von mir, meinem Gerät, meiner Umgebung erhoben?” und “möchte ich diese Daten teilen bzw. darf ich diese Daten überhaupt teilen?” Eine reine mündliche Aussage genüge weder hinsichtlich Verbindlichkeit noch hinsichtlich der inhaltlichen Genauigkeit. Vielmehr müsse schriftlich festgehalten werden, welche Informationen das Tool und die KI verarbeiten. Sein Wunsch ist hier, dass die App die Möglichkeit bietet, in den Einstellungen der App zu wählen, welche Daten erhoben werden und ob man diese teilen möchte.

Eng am Faktischen bewertet der IT-Chef der Stadt Neuwied Gerhard Wingender den SHD-Vorstoß: „Was mich bei einem mobilen Scan interessiert, ist die Info, ob es sich um den Laptop mit der Inventarnummer “LT-1001”, “LT-1002” oder “LT-1099” handelt.“ Diese Frage kann ihm heute die aufgeklebte Inventarnummer beantworten und die Verknüpfung zu den Buchhaltungsdaten lässt sich herstellen. Hat das Gerät noch Garantie, wann wurde es beschafft oder was hat es gekostet? „Es mag in ein paar Jahren vielleicht mal anders aussehen, aber ich habe aktuell keine Idee, wie man bei identischen Geräten mit KI eine Differenzierung vornehmen kann, ob es sich bei gleichem Hersteller und Modell um das Gerät 1 oder 2 handelt.“ Genau hierfür hat SHD dieses Modul in diesem Setup gestartet: Um Anwender bei ihren Fragen, Wünschen und Ideen für bestmögliche IT-Dokumentation abzuholen.

Nächste Schritte in Richtung „Pocket-CMDB“

 

Seien Sie dabei und geben Sie im AppStore den Suchbegriff SM-VIEW ein. Laden Sie sich die App* herunter und beginnen mit dem Scannen und Teilen. Sie werden erstaunt sein, wie Mobile Technology und Shared Economy Ihren Umgang mit der IT-Dokumentation verändern. Lohnen wird sich die neue mobile IT-Dokumentation mit SM-VIEW MOBILE allemal, weil sich neben der einfacheren Inventarverwaltung bisher noch nicht denkbare Anwendungen oder Services erschließen. Das erste Add-On zur Inventarisierung wird Anfang 2020 vollumfänglich für Nutzer verfügbar sein.

SHD hat mit einem optimierten Inventarisierungsprozess vorerst nur eine Nutzungsmöglichkeit vorgestellt, doch sie ist überzeugt, dass viele weitere UseCases aus der Zusammenarbeit mit der i-doit-Community entstehen werden. Langwierige und bisher für viele Organisationen nur manuell durchführbare Prozesse können auf diese Weise effizient digitalisiert werden.

*ab iPhone 7 mit iOS 12, iPad 5 und iPad Pro mit iOS 11

 

Stefan Borstel
Autor:
Stefan Borstel | ITSM Consultant
Website:
Bildquelle/Copyright: © Vadimsadovski — fotolia.com
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