Ausgabe 4/2015 | 16. Dezember 2015 | SHD . TechnologyAlle Beiträge dieser Kategorie anzeigen | Alle Beiträge anzeigen von
Christian Sennewald
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Prozesse aus der Steckdose

Oder: Business Process Management im Rechenzentrum



Eine Studie der Capgemini [1] sagt: »Prozesse sind wichtig«. Das trifft auf Unternehmen im Umsatzbereich 50 – 500 Mio. € zu, welche zu den wichtigen Technologiebereichen für das kommende Jahr befragt wurden. Der Technologiebereich »Prozesse«, oder auch »Business Process Management (BPM)«, landet damit auf Platz zwei hinter dem Technologiebereich »Sicherheit«.

SHD erkannte diesen Trend bereits vor über 12 Jahren und hat sich für dieses Spezialgebiet Kompetenzen und Partnerschaften aufgebaut. Durch zahlreiche BPM-Projekte verfügt SHD über viel Erfahrung und Know-how.

Hat das Management die Bedeutung von Prozessen erkannt, folgt eine Prozess-Potenzial-Analyse (PPA), in welcher Kosten und Nutzen gegenübergestellt werden. Im Rahmen dieser Analyse wird ein Nutzen auf Basis definierter Kriterien und des Return on Invest (ROI) berechnet. Diese Berechnung umfasst neben der Beratungsleistung auch Betriebs- und Lizenzkosten der einzuführenden BPM- Plattform. An diesem Punkt stellt sich die Frage nach dem Modell zur Leistungserbringung der einzuführenden BPM-Lösung. Prinzipiell stehen drei grundlegende IT-Architektur-Ansätze zur Auswahl.

1) OnPremise

Die BPM-, Datenbank- und ggf. Integrationssysteme für Test- und Produktivumgebung werden im Rechenzentrum des Kunden gehostet und von der internen IT-Abteilung des Kunden betrieben. Diese Lösung ist für Kunden geeignet, die die entsprechende Infrastruktur, genügend Ressourcen im internen Rechenzentrum sowie das Know-how und personelle Kapazitäten zum Betreiben einer BPM-Plattform sicherstellen können. Gerade die Frage des verfügbaren Know-hows ist in der heutigen Zeit mit dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel eine große Herausforderung. Zusätzlich müssen die benötigten Ressourcen wie ausreichende Kapazitäten auf dem Storage und genügend Rechenleistung einer (virtuellen) Serverumgebung zur Verfügung stehen.

2) Cloud

Das Rundum-sorglos-Paket! Infrastruktur, BPM-Lösung und der professionelle Betrieb des Services werden vom Dienstleister aus dessen Rechenzentrum zur Verfügung gestellt. Abgerechnet wird auf Basis einer monatlichen Pauschale, die sich nach dem Leistungsumfang und der Laufzeit richtet. Der Zugriff auf die Prozesse erfolgt entweder über eine sichere HTTPS-Verbindung auf den BPM-Server oder aber über eine VPN-Verbindung. Welche Möglichkeit genutzt werden soll, richtet sich in erster Linie nach den Anforderungen der Prozessintegration. Sollen die Prozesse eng mit den internen Systemen des Kunden (wie bspw. ein SAP- oder DMS-System) kommunizieren, ist eine VPN-Verbindung dringend erforderlich. Steht die Zusammenarbeit verteilter Teams, welche weltweit operieren im Vordergrund, kommt das sichere HTTPS-Protokoll zum Einsatz.

3) Hybrid Cloud

Der Hybrid Cloud Ansatz ist eine Mischvariante zwischen Cloud plus OnPremise und verlagert den Know-how-Aufbau zum Service Provider. Bei einer hybriden Architektur werden dem Kunden, je nach Wunsch, komplette Hardware-Systeme oder virtuelle Appliances geliefert. Diese werden im Rechenzentrum des Kunden installiert und konfiguriert. Der Betrieb der Server-Architektur und der darauf aufsetzenden BPM-Lösung wird anschließend vom Dienstleister sichergestellt. Voraussetzung ist natürlich eine VPN-Verbindung um Service- und Patchmanagement zu gewährleisten. Der Vorteil liegt beim Hybrid-Cloud-Ansatz darin, dass die Daten immer im Rechenzentrum des Kunden verbleiben, der interne Aufwand für Betrieb aber an den Dienstleister ausgelagert wird und somit das Personal entlastet wird.

Fazit:

Fällt die Entscheidung auf eine Cloud (oder Hybrid Cloud) Architektur, liegt der Vorteil klar auf der Hand. Man kann nach der Prozessdefinition mit den Fachabteilungen und der Umsetzung durch den bevorzugten IT-Dienstleister das BPM-System sehr schnell und ohne großen internen Aufwand in Betrieb nehmen. Das führt zu einer Entlastung und Reduzierung der Fertigungstiefe und ermöglicht die Fokussierung auf die Kernkompetenzen der internen IT-Abteilung. Da keine Schulungen für die internen Mitarbeiter notwendig sind, kann der Nutzen von Prozessmanagement innerhalb kürzester Zeit dargestellt werden und der Break Even verkürzt sich damit erheblich.

Die Vorteile, Möglichkeiten und der Nutzen von »Business Process as a Service« stehen denen einer OnPremise-Lösung in keinem Aspekt nach. Mittels mordernster Rechenzentrumstechnologien spürt der Endnutzer keinen Unterschied zu einer OnPremise-Lösung. Bestehen beim Kunden besondere Compliance-Anforderungen oder erfordert die Unternehmensphilosophie eine Datenhaltung im eigenen Rechenzentrum, empfiehlt sich der Hybrid Cloud- oder OnPremise- Architektur-Ansatz für die Digitalisierung der eigenen Prozesse.

SHD Rechenzentrumstechnologien

  • Hochverfügbare Flexpod-Plattform für eine schnelle Applikationsimplementierung bestehend aus folgenden Komponenten:
    • Cisco         • NetApp     • VMware
  • Höchste Ansprüche an Datenschutz und Datensicherheit
  • Dedizierte Kundenanbindung mit garantierten SLA
  • Risikomanagement und Monitoring aller kritischen RZ-Prozesse
  • 7-stufiges Sicherheits- und Zutrittskonzept
  • Separate USV-Systeme (A- und B-Versorgung)
  • IBM BPM

 

[1] http://mc.capgemini.de/magazin/it-trends/portfolio_page/
bedeutung-von-technologiebereichen/

 

Christian Sennewald
Autor:
Christian Sennewald | BPM Consultant
Website:
Bildquelle/Copyright: © SHD System-Haus-Dresden GmbH / 5°sued Gestaltung & Kommunikation

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